Auge des Sturm


Manchmal findet man ruhige Momente, wenn man es am wenigsten erwartet.

Nachdem man morgens mit einem Paukenschlag („Verschlafen! AUSGERECHNET heute!“) mit seinen impliziten, nicht kommunizierten und damit fast natürlicherweise nicht erfüllbaren Erwartungen an andere („G. wird mich aufwecken“) konfrontiert wird, infolge dessen sich selbst und seinem Mitbewohner hektische 20 Minuten beschert, findet man sich dann mir-nichts-dir-nichts mitten in einer Atmosphäre der Ruhe, der Akzeptanz und sogar der Anerkennung wieder.

Mit Zeit. Und Achtsamkeit. Und gegenseitigem Respekt.

Raum zum Arbeiten. Konzentration auf das Wesentliche.

Und der Zuversicht, das, was man kann, auch zeigen zu dürfen und zu können. Ohne Einschränkungen, ohne Neid.

Man hat sogar die zeit und Muße zu reflektieren, was an diesem Morgen eigentlich besonderes passiert ist – man ist durch seine eigene entsetzte/hilflose/angespannte/wütende Reaktion auf deren nicht-Erfüllung mit seinen eigenen, impliziten Wünschen und Bedürfnissen konfrontiert worden – dies passiert häufiger. Sie zu erkennen, identifizeren und anerkennen zu können – annehmen zu können – bejahen zu können – willkommen heißen zu können – Frieden schließen zu können … dies passiert weniger häufig.

Sehr selten sogar, wenn ich darüber nachdenke.

Und dafür bin ich dankbar.

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