Stricken gegen kalte Füße


Aus aktuellem Anlass (-5°C *bibber*) habe ich mein Nadelspiel zur Abwechselung mal wieder für Socken eingesetzt statt Mini-Zwerge damit zu stricken. Neben der etwas ernüchternden Erkenntnis, dass die Zeit der Festivitäten und Geburtstage in meinem Freundes- und Bekanntenkreis damit nun ganz offiziell ca. 250 Tage ruht, hat mir die Kältewelle auch die folgenden beiden Projekte beschert:

Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, zwei Paare parallel zu stricken – aber dann kam ich beim Versuch, mir schnell vor dem obligatorischen Samstags-Seminar noch einen Fertigsalat zu besorgen, an dem Aktionstisch mit Sockenwolle vorbei. Und eigentlich hatte ich ja mein Strickprojekt zu Hause gelassen, weil ich nicht auf die Idee gekommen wäre, bei einem Seminar zu stricken.

Aber … dann war in der 200g-Packung sogar ein Metall-Nadelspiel dabei, wie ich es schon immer mal hatte ausprobieren wollen … und die schwarz-weiße Wolle sah interessant aus … und der Seminarleiter hatte überhaupt nichts dagegen, dass ich nach der Pause während des Vortrags weitergestrickt habe (ja, ich hab‘ gefragt …) Einziger Wermutstropfen war, dass das sich ergebene Farbbild so überhaupt nicht meinen Vorstellungen entspricht – ich hatte auf eine eher gleichmäßige Farbverteilung gehofft – statt auf den Zebra-look, der sich jetzt im Endeffekt ergeben hat.

An neuen Techniken habe ich diesmal ausprobiert, die Socken von der Spitze aus zu stricken – und damit das Ratespiel zu umgehen, wieviel Wolle ich noch übrig lassen muss, damit auch wirklich zwei Socken mit richtig positionierter Ferse und passender Fußlänge entstehen, und nicht immer soviel Restwolle übrig bleibt. Die kann man zwar immer sehr schön zu Mini-Beuteln verarbeiten, aber so langsam habe ich genügend USB-Cover, und die Kinder in meinem Bekanntenkreis sind so langsam auch mit Schatzbeuteln versorgt …

Mini-HowTo für die Spitze:

1./2. Runde: Dazu werden am Anfang 8 Maschen in einer einzigen Masche angeschlagen: ich habe es so gemacht, dass ich viermal hintereinander * erst eine Masche im Fadenring („Magic ring“) aufgenommen habe (‚1. Reihe‘), diese neue Masche zurück auf die rechte Nadel gleiten lassen, und dann direkt in diese zwei neue Maschen hineingestrickt habe (‚2. Reihe‘) – und dann wieder bei * starten: die nächste Masche in den Fadenring und zwei Aufbaumaschen direkt hinterher. Die 8 Maschen, die dabei entstehen, werden auf vier Nadeln verteilt.

3. Runde: Jeweils die 2. (rechts von der Masche)/3. (links von der Masche) und 6./7. Masche verdoppeln (12 Maschen)

4. – 10. Runde: Es werden ab jetzt immer vier Maschen pro Runde aufgenommen, und zwar so, dass die neuen Maschen links und rechts neben den Maschen zu liegen kommen, die auf der  2./3. bzw 6./7. Masche der 2. Runde aufbauen – dabei entsteht der Effekt, dass diese Maschen sich an der Seite entlang ziehen (rot markierter Bereich unten)

11. Runde bis ‚Fußbreite erreicht‘: Jeweils im Wechsel eine Runde mit Aufnahme von vier Maschen und eine Runde ohne Zunahme stricken.

Für Schuhgröße 43 sind das bei dem Norma-Garn insgesamt 60 Maschen oder 15 Maschen pro Nadel.

Gleichzeitig habe ich mich statt meine Standard-Keilferse zu stricken an die Bumerang-Ferse gewagt. ‚gewagt‘ deshalb, weil mir alle Beschreibungen, die ich bis dato dazu gefunden habe, immer so kryptisch erschienen waren, dass ich erst gar nicht versucht habe, mich länger damit auseinander zu setzen. Das habe ich jetzt also einmal getan udn festgestellt, dass es wirklich super-einfach zu machen, aber richtig blöd zu beschreiben ist (ich meine den Part mit der zu verdoppelnden Masche). Groß zählen/nachhalten muss man auch nicht, da die Dopelmaschen den Bereich, in dem aktuell gestrickt wird, wirklich gut erkennbar machen. Die Anleitung, die ich verwendet habe, stammt von coats und ist hier zu finden – nur halt von Fuß zu Schaft statt umgekehrt. Das Prinzip bleibt das gleiche.

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