Rhythmus als Mittel gegen Stress?


In allen Büchern, die ich in der letzten Zeit über Kindesentwicklung gelesen habe, zieht sich ein Punkt durch fast alle Kapitel: wie wichtig ein ausgeglichener Tages- und Lebensrhythmus für Kinder ist. Zuerst unbewusst, inzwischen immer bewusster, frage ich mich dann, ob dort nicht besser stünde, wie wichtig Rhythmus für Eltern ist – beziehungsweise Erwachsene im allgemeinen?

Kinder imitieren das, was ihnen vorgelebt wird, sie kopieren unwillkürlich und automatisch. Sie spiegeln dadurch die Verhaltensweisen der Erwachsenen in ihrer Umgebung – manchmal besser, als uns lieb ist. In einer Umgebung dagegen, die verlässlichen Rhythmen folgt, auf deren Tagesablauf man sich verlassen kann und deren Woche Fixpunkte bildet, wird die Routine, die verlässlichen Strukturen wie von selbst übernommen.

Aber nicht nur Kinder profitieren davon. Auch für Erwachsene ist es unglaublich entspannend zu wissen, was als nächstes kommt, worauf man sich verlassen kann, auch welche festen Aktivitäten man hin planen kann, ohne ‘Überraschungen’ fürchten zu müssen (unangenehme Ereignisse wie spontane Zahnarztbesuche einmal ausgeklammert) – der wöchentliche Ballettkurs am Samstag fällt dann nicht einfach so vom Himmel, sondern ist ein verlässlicher, präsenter Bestandteil des Planungshorizontes.

Mit anderen Worten: eine Lebensweise, die eingefahrenen, etablierten Rhythmen folgt, dient der Entspannung. Für die Erwachsenen – und damit auch für Kinder.

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