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Strickmütze und Wochenendprojekt …


Um es in einen Satz zu packen – die vergangene Woche war stressig und ich krank. Toll. Etwas Produktives ist mir gelungen, ich habe eine neue Mütze (nach dieser Anleitung hier) fertig bekommen:

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Dennoch vielleicht nicht ganz die besten Voraussetzungen für einen Wochenendkurs… ein Workshop, um die Arbeit und den Umgang mit Bronze kennen zu lernen.

Zwei Tage, um eine Plastik aus Bronze herzustellen: Der gestrige Tag diente dazu, aus Wachs ein Modell anzufertigen, mit dessen Hilfe die Gussform für die eigentliche Statue hergestellt wurde.

Leider hat mein Fotoapparat gestreikt, so dass wieder einmal mein gutes, altes Handy heran durfte. Zum Glück hatte einer der anderen Kursteilnehmer eine funktionierende Kamera dabei – und versprochen, dass ich die Fotos bekomme. Danke, Frank! 🙂 

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Ich konnte mir zuerst nicht vorstellen, dass Wachs als Material haltbar genug sein sollte – und als ich den Wachsklumpen dann in den Händen hielt und zu verformen versuchte, war ich überzeugt, dieses ‚Brett’ NIEMALS verformt zu bekommen. Eine halbe Stunde und einen Aufenthalt am Kaminofen später ging es dann doch irgendwann. Interessant ist auch, dass während der Arbeit immer nur der Außenbereich der Figur weich und bearbeitbar ist, während der Kern steinhart bleibt. Das sorgt dafür, dass dünnere Bereiche sich sehr einfach und gut verändern lassen (manchmal ‘zu’ einfach, da jede unvorsichtige Berührung mit dem Fingernagel zu sehen ist), während die Grundstruktur fest bleibt.

Verwundert haben mich dabei das Gewichtsverhältnis zwischen Wachsmodell und daraus entstehendem Bronzeobjekt: So entsteht aus 300g Wachs später eine ungefähr 2kg schwere Bronze-Statue!

Baby-Beany (nein, das ist KEIN Pfannkuchen…)


Ein Knäuel Wolle, an dem ich einfach nicht vorbeigehen konnte … ROWAN silk twist in Mahagoni. Und ein kleines Baby mit kupferroten Haaren im Bekanntenkreis. Braucht es mehr Gründe, die Stricknadeln herauszuholen? 🙂

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Leider fehlt mir das Live-Modell, um die Mütze im getragenen Zustand zu präsentieren.

Gestrickt ist sie recht einfach, zeitbedingt nur kurz angedeutet:

In einen Ring 8 Maschen hinein stricken, auf vier Nadeln verteilen …

… jede Masche verdoppeln (16 Maschen) …

… danach den Umfang vergrößern mit 8 Segmenten pro Runde, die nach diesem Schema gestrickt werden:

eine Runde 3 (* bzw. so viele wie nötig, es wird jede zweite Runde eine mehr*) glatt rechts, 1 Umschlag, 2 Maschen zusammenstricken
im Wechsel mit einer Runde , bei der die letzen zwei Maschen nicht zusammengestrickt werden …

… wenn der gewünschte Umfang erreicht ist, werden die zwei Maschen nach dem Umschlag in jeder Runde zusammen gestrickt, bis auch die gewünscht Höhe erreicht ist …

… danach werden in jeder Folgerunde die ersten zwei Maschen jedes Segmentes verschränkt zusammengestrickt, und bei ~1/4 des Radius nur noch rechte-linke Maschen im Wechsel.

Das Spiralmuster ergibt sich ganz automatisch dadurch, dass in jeder Runde der Umschlag der Vorrunde als eine rechte Masche (knit) abgestrickt wird und direkt dahinter ein neuer Umschlag aufgenommen wird.

Ich hoffe, das ist einigermaßen nachvollziehbar …

Noch ein paar Strümpfe


Eigentlich hatte ich ja meinen Krokus fertigmachen wollen. Leider bin ich auf der Suche nach passender Wolle einem Knäuel meiner ‘Altlasten’ begegnet, das dringend verstrickt werden wollte. Jedenfalls zu 2/3 …

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Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich die schwarz-weisse Strumpfwolle wirklich nicht sehr schön finde. Aber das habe ich mir bei dieser Wolle hier auch einmal gedacht.

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Baby-Kuscheltier


Heute entstanden: Ein Geburtstagsgeschenk für eine gerade eben eingetroffene Erdenbürgerin, nach dieser Anleitung von Initiative Handarbeit. Übrigens nicht das einzige schöne Modell, dass es dort zu bewundern und nachzuarbeiten gibt 🙂 Z.B. hat mich diese Mütze hier auch gleich angelacht …

2012-02-20 16.52.58 (Small) Dabei habe ich feststellen dürfen, dass a) Tilda-Stoffe teuer, aber wunderschön sind 🙂 und b) ich wirklich überhaupt nicht mit der Nähmaschine umgehen kann. Selbst wenn die Herausforderung nur darin besteht, gerade Saumnähte hinzubekommen (ich habe gar nicht erst gezählt, wie viele Versuche ich gebraucht habe, bis nur noch auf der Rückseite des Tuches Nahtschlingen waren … 😦 )

Dabei kamen zum ersten mal meine selbstgemachten Stricknadeln zum Einsatz:

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Ich hatte dafür einen Zweig entrindet und mit einem Anspitzer beide Zweigenden angespitzt. Die Seiten musste ich nicht einmal mit Schmirgelpapier bearbeiten, nur die Spitzen waren ein wenig rau für die Wolle.

Ich fand die Unebenheiten in der Zweigform eigentlich sehr angenehm zum Halten – zwar war es ungewohnt, aber es hat die Hände auf subtile Art in Bewegung gehalten und immer wieder Haltungsanpassungen nötig gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass das vielleicht eine Hilfe für StrickerInnen sein könnte, die von Haltungskrämpfen geplagt sind.

(noch nicht ganz) Frühlingshäkeleien


Über diese Anleitung vom DROPS Garnstudio bin ich am Mittwoch gestolpert, und das hier ist das Ergebnis:

Wie immer ein wenig abgewandelt, hier habe ich die Anzahl der Reihen mit den festen Maschen auf eine einzige ‚beschnitten‘ – ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass das laut Anleitung  funktionieren soll, ohne dass es sich wellt. Konkret bedeutete das für mich: Reihe 9 ignorieren.

Ansonsten:

  • in Runde 4: zumindest bei mir entstanden die Wellen dadurch, dass die Luftmaschenbögen mit sieben Luftmaschen zu knapp bemessen waren.
    Ich habe an dieser Stelle mit 8 ganz gute Ergebnisse gehabt, wenn das nicht reicht, eventuell auf 9 pro Bogen vergrößern …
  •  in Reihe 11 statt Stäbchen – LM – Stäbchen – LM …. jeweils Stäbchen – LM – LM – Stäbchen – … gehäkelt.

Und Update: Deckchen Zwei ist fertig 🙂 Mal sehen, wie viele Deckchen ich aus einem Knäuel Catania fine so heraus bekome …

Und … man glaube es kaum … ich habe es geschafft, noch in diesem Jahr die zweite Zebra-Socke anzufangen:

Stricken gegen kalte Füße


Aus aktuellem Anlass (-5°C *bibber*) habe ich mein Nadelspiel zur Abwechselung mal wieder für Socken eingesetzt statt Mini-Zwerge damit zu stricken. Neben der etwas ernüchternden Erkenntnis, dass die Zeit der Festivitäten und Geburtstage in meinem Freundes- und Bekanntenkreis damit nun ganz offiziell ca. 250 Tage ruht, hat mir die Kältewelle auch die folgenden beiden Projekte beschert:

Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, zwei Paare parallel zu stricken – aber dann kam ich beim Versuch, mir schnell vor dem obligatorischen Samstags-Seminar noch einen Fertigsalat zu besorgen, an dem Aktionstisch mit Sockenwolle vorbei. Und eigentlich hatte ich ja mein Strickprojekt zu Hause gelassen, weil ich nicht auf die Idee gekommen wäre, bei einem Seminar zu stricken.

Aber … dann war in der 200g-Packung sogar ein Metall-Nadelspiel dabei, wie ich es schon immer mal hatte ausprobieren wollen … und die schwarz-weiße Wolle sah interessant aus … und der Seminarleiter hatte überhaupt nichts dagegen, dass ich nach der Pause während des Vortrags weitergestrickt habe (ja, ich hab‘ gefragt …) Einziger Wermutstropfen war, dass das sich ergebene Farbbild so überhaupt nicht meinen Vorstellungen entspricht – ich hatte auf eine eher gleichmäßige Farbverteilung gehofft – statt auf den Zebra-look, der sich jetzt im Endeffekt ergeben hat.

An neuen Techniken habe ich diesmal ausprobiert, die Socken von der Spitze aus zu stricken – und damit das Ratespiel zu umgehen, wieviel Wolle ich noch übrig lassen muss, damit auch wirklich zwei Socken mit richtig positionierter Ferse und passender Fußlänge entstehen, und nicht immer soviel Restwolle übrig bleibt. Die kann man zwar immer sehr schön zu Mini-Beuteln verarbeiten, aber so langsam habe ich genügend USB-Cover, und die Kinder in meinem Bekanntenkreis sind so langsam auch mit Schatzbeuteln versorgt …

Mini-HowTo für die Spitze:

1./2. Runde: Dazu werden am Anfang 8 Maschen in einer einzigen Masche angeschlagen: ich habe es so gemacht, dass ich viermal hintereinander * erst eine Masche im Fadenring („Magic ring“) aufgenommen habe (‚1. Reihe‘), diese neue Masche zurück auf die rechte Nadel gleiten lassen, und dann direkt in diese zwei neue Maschen hineingestrickt habe (‚2. Reihe‘) – und dann wieder bei * starten: die nächste Masche in den Fadenring und zwei Aufbaumaschen direkt hinterher. Die 8 Maschen, die dabei entstehen, werden auf vier Nadeln verteilt.

3. Runde: Jeweils die 2. (rechts von der Masche)/3. (links von der Masche) und 6./7. Masche verdoppeln (12 Maschen)

4. – 10. Runde: Es werden ab jetzt immer vier Maschen pro Runde aufgenommen, und zwar so, dass die neuen Maschen links und rechts neben den Maschen zu liegen kommen, die auf der  2./3. bzw 6./7. Masche der 2. Runde aufbauen – dabei entsteht der Effekt, dass diese Maschen sich an der Seite entlang ziehen (rot markierter Bereich unten)

11. Runde bis ‚Fußbreite erreicht‘: Jeweils im Wechsel eine Runde mit Aufnahme von vier Maschen und eine Runde ohne Zunahme stricken.

Für Schuhgröße 43 sind das bei dem Norma-Garn insgesamt 60 Maschen oder 15 Maschen pro Nadel.

Gleichzeitig habe ich mich statt meine Standard-Keilferse zu stricken an die Bumerang-Ferse gewagt. ‚gewagt‘ deshalb, weil mir alle Beschreibungen, die ich bis dato dazu gefunden habe, immer so kryptisch erschienen waren, dass ich erst gar nicht versucht habe, mich länger damit auseinander zu setzen. Das habe ich jetzt also einmal getan udn festgestellt, dass es wirklich super-einfach zu machen, aber richtig blöd zu beschreiben ist (ich meine den Part mit der zu verdoppelnden Masche). Groß zählen/nachhalten muss man auch nicht, da die Dopelmaschen den Bereich, in dem aktuell gestrickt wird, wirklich gut erkennbar machen. Die Anleitung, die ich verwendet habe, stammt von coats und ist hier zu finden – nur halt von Fuß zu Schaft statt umgekehrt. Das Prinzip bleibt das gleiche.

Zwei Wünsche auf einmal: Lesen und Stricken / Yarn-and-read along


Es ist mal wieder soweit: Strickzeit 🙂 Endlich! Ich war schon dabei, ernsthafte Entzugserscheinungen zu entwickeln – schließlich habe ich mein letztets Projekt – ein paar Armstulpen für eine Formums-Bekannte – schon vor zwei Wochen abgeschlossen …

It’s knitting-time again … finally! I was suffering from severe forms of knitting-absence by now – it were almost two weeks since I finished the armcuffs for a dicussion-board – fellow (see post a couple of days below…)

Zwischenzeitlich flatterte mit zwar ein verfrühter Weihnachtsengel auf die Stricknadel – aber der zählt nicht, da immer noch ohne Flügel (die Tatsache, dass mich aus dem Wollkorb eine wundervolle Wolle anlachte, könnte natürlich auch etwas damit zu tun haben …)

In between came an early christmas-angel (still without wings, remaining on to-do-list … ) but I decided this doesn’t really count because its not finished (and I had some beautyful wool beconing from the basket…)

Also kam mit der Yarn-along hier auf Ginnies Blog genau rechtzeitig … Hier also mein aktuelles work-in-progress: Wieder einmal Armstulpen, diemal aber für mich. Die Wolle stammt aus Irland und ist mein Wichtel-Geschenk von Mabon

So the yarn along here at Ginnies blog came like a present for the weekend 🙂 So, here’s my current wip: Another pair of armcuffs, this time for me (with wonderful handspun wool from ireland I got as a mabon-present (a solstice-version of secret santa…)

Das Buch ist ein fantastisch geschriebenes Plädoyer für vollwertige Ernährung und insbesondere für die verwendung von Mehlen/Getreiden, in denen alle Bestandteile des Kornes belassen wurden. Es bietet eine gut lesbare und nachvollziehbare Einführung in die anthroposophischen Ernährungsgedanken – und bietet genügend Verweise auf Studien, in denen die Wirksamkeit/Sinnhaftigkeit der Ernährungsphilosophie überprüft wurden.
Wenn mich nicht schon der Geschmack des nach diesen Gedanken gekochten Essens und die positive Wirkung auf meine Gesundheit überzeugt hätten – dann sicherlich die Ergebnisse der hier aufgelisteten Fütterungs-Versuche und Mehr-Generationen-Studien.

Wer sich für Ernährung interessiert und noch ein gutes Buch sucht: dieses ist ganz sicher empfehlenswert!

Otto Wolff – Was essen wir eigentlich?