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Bärlauch-Fenchel-Suppe


Dank meines Navis verlief der heutige Nachmittag etwas anders als geplant. Statt in der Sauna stand ich unversehens vor einer Burg (was natürlich nicht ungenutzt blieb), und statt Salatteller gab es Erbsensuppe von einer Frittenbude zum Mittagessen (Alternativen wären gewesen: Fritten mit Currywurst, fettige Antipasti und zuckriges Gebäck. Und Krakauer vom Grill. *schauder*)

Thanks to my navigation system the afternoon took out slightly different than planned. Instead of arriving at the sauna I suddenly stood before an old Castle (which of course was visited), and instead of my envisioned salad for lunch there was a gruesome excuse for pea soup (alternatives would have been fries, fat antipasti or sugary rolls. And -of course- fried sausages. *yuck*)

Zum Abendessen gibt es dafür etwas Gemüsiges: Aus einer großen Fenchelknolle, ~10 Bärlauchstengeln, einem älteren Brötchen, 1 EL Sonnenblumenöl, 100ml Wasser und ~200ml Sojamilch wurde eine ziemlich leckere Fenchelsuppe:

But for dinner there was something vegetab-ly: From fennel, an handful of ramson, a hard roll, 1 TS of Oil , 1cup of water and about 1-2 cups soy milk came a fennel-soup :

P2904120013Den Fenchel und den Bärlauch kleinschneiden, dabei das Fenchelgrün beiseitelegen. Fenchel und Bärlauch in Öl kurz anbraten, dann Wasser hinzugeben und bei mittlerer Hitze im weichkochen lassen (immer wieder rühren, ~5min). Währenddes das Brötchen klein würfeln, und anschließend hinzugeben. Würzen nach Geschmack, bei mir waren es 1 EL Gemüsebrühe, 1/2 TL Salz und 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer)

Cut fennel and ramson (saving the tender fennel green) and fry in oil for about one minute, then reduce heat, add water and cook for about 5min until fennel is soft, stirring occasionaly. Cut hard bun into small cubes and add to soup. Season to taste, I took 1 TS of vegetable broth, 1/2 tS salt, 1/2 freshly ground pepper

P2904120015 Nach Geschmack mit dem Pürierstab die Suppe pürieren (muss aber nicht sein), anschließend das Fenchelgrün hacken und hinzugeben.

If wished blend soup with immersion blender (but needn’t be), afterwards chop fennel green and add to soup

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Sojamilch hinzugeben, noch einmal aufkochen – fertig! Guten Appetit. Ich hatte so einen guten Appetit, dass ich vergessen habe, Fotos von der fertigen Suppe zu machen …. 🙂

Add soy milk, heat one last time – and enjoy. I enjoyed it so much I forgot to take fotos … 🙂

Schokosirup: zuckerfrei und selbstgemacht


Es gibt Tage, da wacht man auf – und möchte sich am liebsten sofort wieder umdrehen und weiterschlafen. Leider steht zwischen Wunsch und Wirklichkeit dann der Wecker. Oder die Notwendigkeit. Oder Beides. Einer meiner Motivationstricks besteht dann in einem gehäuften Esslöffel Kakao in meinem Becher Frühstückskaffee – der nur viel zu häufig als Bodensatz in meiner Kaffeetasse zurückbleibt. Die ‘Lösung’ wäre Schokosirup, wie z.B. hier als Rezept zu finden – nur ist dabei leider meist Zucker einer der Hauptbestandteile.

There are days, when you wake up with just one wish: turn around and fall asleep again. Unfortunately there exist devices like alarm clocks. Or necessity. Or both. One trick for instant-motivation for me is to imagine a big heap of cacao powder dissolved into my morning coffee – which, in reality, mostly stays on the ground of my coffee mug. A ‘solution’ (pun intended :)) is cacao syrup, as described, for example, here – if not for the high amount of sugar added…

Meine ersten Ansätze in Richtung ‘Zuckerfreiheit’ : den Kristallzuckeranteil entweder durch Fruchtsüße zu ersetzen (z.B. durch Carob) oder durch Süßungs- und Verdickungsmittel (Stevia, Guarkernmehl oder Kuuzu)

My first ideas to go without sugar: replace cristalline sugar by fruit based sweetness (for example by carob) or to use stevia and guar gum.

Für beide Varianten werden die festen Bestandteile in Wasser eingerührt (am besten mit einem Schneebesen) und unter ständigem Rühren aufgekocht. Anschließend 1-2 Minuten köcheln lassen, gegebenenfalls die Konsistenz an die eigenen Wünsche anpassen – durch Zugabe von etwas (!) Wasser oder durch längere Aufkochzeit. Dabei das Rühren nicht vergessen…

For both variants dissolve the fixed ingrediences into water and set to boil, continuously stirring, and let simmer for 1-2 minutes. Keep an eye on the consistency, if to stiff, add a bit(!) more water, otherwise let it simmer a bit longer. Dont forget to stir…

Variante 1:

  • 50g Kakao-Pulver – dutch cacao powder
  • 50g Carob-Pulver / fein gemahlene Carob-Trockenfrüchte – carob  powder / finely ground carob
  • 300g Wasser – water
    + ~50ml Wasser, um ggf. während des Kochens die Konsistenz anpassen zu können – additional water as described above
  • 1/2 TL Vanillepulver – 1/2 teaspoon vanilla powder
  • 1/4 TL Salz – a pinch salt

Variante 2:

  • 50g Kakao-Pulver
  • 4 Stevia-Tabs, zerdrückt
  • 3g Guarkernmehl
  • 300g Wasser
    + ~50ml Wasser, um ggf. während des Kochens die Konsistenz anpassen zu können – additional water as described above
  • 1/2 TL Vanillepulver – 1/2 teaspoon vanilla powder
  • 1/4 TL Salz – a pinch salt

Beide Varianten können noch beliebig mit Zimt, Cardamon usw. (jeweils 1/4 bis 1/2 TL) variiert und im Kühlschrank aufbewahret werden.

You can change flavours by adding spices like cinnamon, cardamon … (1/4 to 1/2 teaspoon each) and store it in the fridge after making.

Hafer-Ideen: Müsli-Riegel und Schoko-Creme


Mich hat der Heißhunger auf Müsli-Riegel überfallen: Beim Anblick eines Schokoladen-Nuss-Traums bin ich beim Einkaufen fast schwach geworden. Gerettet hat mich ein Blick auf die Zutaten-Liste… *seuftz*

While shopping I stumled upon a new cereal bar, which almost made me buy it: All chocolade and whole nuts, appealingly presented in clear foil … I was saved by a glance on the ingrediences-list …

Aber der Gedanke hat mich nicht losgelassen, und mich bis in die Küche begleitet. Zusammen mit Hafer-Früchte-Müsli, Weizenkleie, Mandeln, Trockenpflaumen und Sonnenblumenkernen. Von ersteren Dreien jeweils eine Tasse voll, letztere haben, kleingehackt, zusammen ebenfalls eine Tasse voll ergeben.

  • In einer Schüssel gemischt mit einer Tasse flüssigem Honig und 1/2 Tasse Öl,
  • verknetet zu einem klebrigen, zähen Teig,
  • anschließend auf ein mit Backpaier ausgelegtem Backblech zu einem sehr kompakten Rechteck flachgedrückt (ca. 1cm hoch) und die späteren Schnittkanten schon einmal vorgeschnitten,
  • bei 200°C für 20 Minuten gebacken
  • und für mindestens 10 Minuten abkühlen gelassen, anschließend in einzelne Riegel geschnitten

hatte ich anschließend meine Müsli-Riegel 🙂 Auch, wenn ich sie nicht so makellos in Cellophan versiegelt und weniger (na gut, gar nicht) schokoladig sind. Dafür haben sie aber auch einen sehr viel geringeren Zuckeranteil 🙂

But the thougt and image accompanied me to the kitchen … along with a cup of organic fruit cereal (mix of oat, heat, barley and rye flakes), a cup of each wheat bran, ground almonds and a mix of dried plums and sunflower seeds.

  • Combined in a bowls with a cup of honey and half a cup of oil
  • pressed in rectangle-suare on a baking-tray
  • and baked about 20 min on 390F/200°C (keep an eye on it during the last two minutes)

After 10 minutes of cooling, divided into single bars and left for a rest to cool dont and harden I had my cereal bars. Not chocolated, but … tasty 🙂

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Um diesen Makel (nicht-schokoladig-sein) wenigstens in Gedanken zu beheben, habe ich gleich noch Schokocreme gemacht (macht sich als Brotaufstrich genauso gut wie in Magerquark eingerührt):

For the flaw of not being the chocolate-dream I expected, I made some choco-oat-cream (works fine with every grain – barley, rice, millet *my favourite*): Tastes good spread on bread as well as stirred into thinned cream-cheese *quark*

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  • 100g gemahlenen Hafer (ground oat)
  • 40g Sojamehl (soy-flour or ground soybeans)
  • 30g Kakaopulver (cacao powder)
  • 30g gemahlene Mandeln (ground almonds)
  • 1 TL löslicher Espresso oder Kornkaffee (instant espresso or grain-coffee-substitue)
  • 1/2 TL Vanillepulver (oder ein Tütchen Vanillezucker), 1TL Zimt (1/2 teaspoon vanilla and 1 teaspoon cinnamon)

alles in einer Schüssel miteinander verrühren, und

combine in a bowl and add

  • 50g Butter in kleinen Stücken (butter cut into small pieces)
  • 75g Honig (honey)

hinzufügen

further add

  • 110 – 120g kochendes Wasser (boiling water)

darüber gießen und alles verrühren, dabei darauf achten, dass die Butterstückchen gut verteilt werden. In Gläser füllen und im Kühllscharnk aufbewahren.

stir, keeping an eye on the butter flakes to melt and be evenly combined. Fill in glasses and keep in the fridge

Sollte man etwas zuviel Wasser erwischt haben, eventuell eine Messerspitze Guarkernmehl unterrühren. Aber die Creme quillt noch ein etwas nach…

If you find you’ve added a bit to much of water, a it of guar gum helps, but given time, the batter thickens …

Mittwoch – Hirsetag


Seit langer Zeit mal wieder etwas aus der Küche … so ganz auf die Schnelle als Früh-Mittag-Nachmittagessen für morgen gedacht – Hirsebrei.

Heute habe ich zur Abwechselung die Hirse einmal gemahlen, und wo ich gerade dabei war, kamen die Trockenfrüchte auch gleich mit dazu…
Für 3-4 Potionen:
80g Hirse, 20g Trockenfrüchte in 500ml Roitee Mandel-Zimt aufkochen – Behandlung siehe oben, schmeckt aber auch in normaler Form mit leicht zerkleinerten Früchten lecker.
Wenn es ‚blubbert‘, einen großen Esslöffel Carob-Pulver dazurühren, über Nacht ausquellen lassen, fertig 🙂

Zur Verfeinerung schadet ein TL Agavendicksaft / Honig natürlich nie… und für diejenigen, die auf ihre tägliche Eiweiß-Menge kommen müssen/wollen – 60g Proteinpulver in beliebiger Form (z.B. Soja)

Guten Appetit 🙂

Dienstag – Gerstentag


Heute gab/gibt es es Gerstenbrei:

40g Gerste, gestern grob zu Gries gemahlen
2 gehackten Datteln
beides mit 250g kochendem Wasser aufgegossen, über Nacht quellen lassen, heute morgen aufgekocht und abkühlen lassen
1/4 TL Honig
50ml Sojamilch
30g Proteinpulver
hineingemixt, und 5 Minuten aufgeschlagen, bis eine feste, luftige Konsitenz erreicht ist

Dazu 2TL selbstgemachtes Apfelmus (Äpfel mit gehacktem Studentenfutter in Yogi-Tee aufgekocht) und 150g Yofu

Und – latürnicht – heißer Gewürzkaffee!

Ist das Leben nicht schön? 🙂

Freitag – Hafertag


Apfel – Haferauflauf

In einer Auflaufform 5 kleinere Äpfel, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten
ziegelartig auslegen. Ich hatte sie nicht extra eingefettet, kann aber auch nicht schaden … 😉

Dann im Mixer den Teig zusammenmixen/kneten:
80g frisch gemahltener Dinkel
1/2 Päckchen Vanille-Puddingpulver (Alnatura)
80g gemahlene Haselnüsse
80g Agavendicksaft
30g Rapsöl
50g Kokosflocken
sowie
50g eingeweichte und vorgekochte Haferkörner ~220g (hier: Übrigbleibsel vom Frühstücksbrei)
Die entstehende Masse wird recht zäh, kann aber gut über den Äpfeln verteilt werden.

Den Ofen auf 200°C vorheizen, und den Auflauf für 25-30 Minuten backen. Nach 25 Minuten war der Teig noch hier und da etwas matschig – es kann also nicht schaden, da ein Auge darauf zu haben (obwohl ich es so sehr lecker fand …)

Währenddessen für die nicht-Veganer eine Vanillecreme zubereiten, bestehend aus
3 Eigelb, die mit
3 Tütchen Vanillezucker 5 Minuten mit dem Handmixer schaumig aufgeschlagen wurden, und anschließend mit
250g Mascarpone verrührt werden

Die Quoten-Veganerin (auch ‚Ich‘ genannt) freute sich über 100ml Haferdrink, aufgekocht mit etwas von dem Vanillepuddingpulver (ca. 1TL)

Klägliche Reste des Apfelauflaufs ... Platzhalter-Bild, und hoffentlich bin ich beim nächten Mal schneller mit der Kamera als mit der Gabel ...

Und jetzt freu‘ ich mich auf einen heißen Dinkelkaffee …. 🙂

Donnerstag – Roggentag


Pflaumen – Roggenmuffins

Frei nach einer Idee von dieser wundervollen Webseite: http://themagiconions.blogspot.com/2010/08/discovering-waldorf-grain-of-day-part-2.html

50ml Sojamilch, 1 EL Apfelessig vermischen

100g Roggen zu Mehl mahlen

Roggenmehl, Milch-Essig-Mischung, 1/4 Tüte Backpulver, 1TL Salz, 1 gehäufter TL Carob, 1/2 Tütchen Vanillezucker, 50ml Agavendicksaft oder Honig, 50ml Sonnenblumenöl unterrühren

100g eingekochte Pflaumen abtropfen lassen (Saft für Glasur oder Creme aufbewahren) und unter den Teig mischen

Die Felder eines Muffinbleches mit Papierförmchen auslegen und mit der Masse füllen – die Muffins gehen kaum auf, insofern werden sie nicht viel größer werden als das, was man jetzt einfüllt.

Bei 160° C für 25min backen, dann Blech aus dem Ofen holen, 2 Minuten stehen lassen. Nicht wundern, die Muffins sind jetzt noch sehr weich, werden aber beim Abkühlen noch fester.
Nach 2 Minuten aus dem Muffinblech herausholen und auf ein Rost zum Abkühlen legen